Führung – II Stock

2 piano

Wir sind hier in dem wirklichen Gefängnis: sogar in den kleinsten Details ist die Umgebung jene der Deutschen geblieben, als sie aus Rom geflohen sind. Die gleiche Tapete, die gleichen ummauerten Fenster, das gleiche Gitter an den Türen der verschiedenen Zellen, das gleiche elektrische System. Heute gibt es noch dazu die direkten Beweise von denen, die hinter diesen Mauern gelitten haben, und oft auf den Tod gewartet haben.

Zell  n.1:
Es geht um den größten Raum der Wohnung und damit eine Zelle, die viele Gefangen gehostet hat, wie z.B. viele der Opfer des Massakers der Fosse Ardeatine. Aus diesen Gründen wollte man hier
die 335 italienischen Menschen erinnern, die am 24. März 1944 als deutsche Vergeltung für den Angriff in der Via Rasella getötet wurden. Zu sehen sind auch Fotografien der Gefallenen und andere Kämpfer, die mit Gold- und Silbermedaillen für militärische Verdienste ausgezeichnet wurden.

Zell n.2:
Es ist die Isolierungszell, die zusammen mit der im Obergeschoss, ist vielleicht eine der bedeutendsten und bewegten Orten dieses “Museums”. Diese beiden Räume waren die einzigen Ecken rund um das Gefängnis ohne Tapete an der Wand, aber sie hatten verputzte Öberflächen. Noch wichtiger ist der Fakt, dass in diesen Zellen die Gefangenen einzeln getrennt wurden. Nachdem die Gefangenen aus dem Verhör rückkehrten, allein mit ihren Ängsten und ihren gequälten Schmerzen, schnitzten an der Wand schmerzlich, mit Nägeln oder Finfernägel, Gebete, literarischen Erinnerungen und versuchten, das Gefühl der vergehenden Zeit zu halten, Worte des Trostes für diejenigen, die blieben, wichtige Warnungen für diejenigen, die den Kampf fortsetzen würde, den letzten Willen in der Erwartung des Todes, dem viele verurteilt wurden.

Zell n.3:

In dieser Zelle wird man an diejenigen erinnert, die in den Monaten der Besatzung in Forte Bravetta erschossen wurden. Einer der tragischsten Orte des römischen Widerstand, wo viele Kämpfer für die Freiheit schnell vor Gericht gestellt wurden.

Zell n.4:
Es wird hier an das letzte tragische Massaker von den fliehenden Deutschen am 14. Km der Via Cassia erinnert. Hier wurden 14 Gefangene getöten, die aus der Via Tasso dabei waren, zusammen mit der deutschen SS Richtung Norden zu gehen. Ein paar Stunden später würden die Alliierten Rom befreien. Unter den Märtyrern wurde auch der Hon. Bruno Buozzi erwähnt, der in diesem Gefängnis unter dem Pseudonym Mario Alberti gehaftet wurde.

Zell n.5:
Es war ursprünglich eine kleine Küche, dann in eine Isolierungszelle verwandelt. Hier wurde der Oberst Del Genio Giuseppe Cordero Lanza di Montezemolo festgenommen, der Leiter der heimlichen militärischen Front war. Er fiel an der Fosse Ardeatine. Von ihm bleibt die grobe weiße Fahne, die am 10. September ihm und anderen Offizieren diente um die deutschen Linien zu überqueren. An der Tuscolana wollten sie sich mit dem Feldmarschall Kesselring zu treffen um die Frage nach dem Status von Rom (offene Stadt) anzugehen.

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