Der Ort und das Gebäude

Via Tasso ist eine Straße im Esquilino Viertel, nicht weit entfernt von dem beliebten Platz San Giovanni in Laterano und der nicht minder berühmten Piazza Vittorio Emanuele. Es ist in einer großen Insula eingeschlossen, die von Wohnungen aus religiösen Gebäuden der letzten zwei Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts zusammengesetzt ist: der große Stadtraum wurde zuvor von der Villa Massimo besetzt, die - den Franziskanern der Kustodie des Heiligen Landes anvertraut wurde. Von der Villa bleiben das Gebäude (mit Fresken von Nazarener Malern) und der Garten, die durch eine halbrunde Mauer im Osten geschlossen sind, deren Fundamente auf einer darunter liegenden römischen Rest gebaut wurden.

Am Ende der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurde auf dem Landstreifen zwischen der Wand, der Via Berni und dem Sportplatz der Collegio Santa Maria, ein Gebäude mit vier Etagen plus eine Dachwohnung gebaut. Der Stilbau war der vorherrschender Stil der damaligen Zeit, mit der Innenfassade, die die Krümmung der Wand folgte, von dem es durch einen engen, dunklen Hof abgetrennt war.

Besitzer des Gebäudes war Francesco Ruspoli, der einer aristokratischen und reichen römischen Familie, die das gesamte Gebäude der Deutschen Botschaft in Rom gemietet hatte, gehörte. Der Sitz der deutschen Botschaft war damals in der Villa Wolkonskj (heute Sitzt des englischen Botschafters), in der Via Conte Rosso. In dem Via Tasso Gebäude wurden die Kulturbüros der diplomatischen Vertretung gehostet und unter diesen fand seinen Sitz auch das Verbindungsbüro zwischen der deutschen und der italienischen politischen Polizei. Dieses Büro wurde von dem SS Major Herbert Kappler geleitet.

logo mibactlogo regione laziologo comune roma